Fraula

Fraula und der Salento

Gallipoli

Diese Stadt, die auch als “Perle des Ionischen Meeres” bekannt ist, steht an der Ostküste des Salentos und schaut auf das Ionische Meer. Es gibt zwei Stadthälften, die durch eine Brücke miteinander verbunden sind: die Neustadt steht auf einer Halbinsel während die Altstadt auf einer Kalkinsel steht. Besucher werden als erstes von der Fontana Greca (Griechischem Brunnen) gegrüßt, die aus der Renaissancezeit stammt, und in der Nähe befinden sich das Sanktuarium der Santa Maria del Canneto, die kleine Kapelle der Santa Cristina und das Castello Aragonese, eines der seltenen Beispiele eines Herrenhauses, das vom Meer umgeben ist. Wenn man die Brücke aus dem 17. Jahrhundert nimmt, sieht man hinab auf den Fischmarkt, der im Graben des Castellos stattfindet. Steinstufen führen zur Altstadt, die von mächtigen Stadtmauern umgeben ist, wo man auf dem Festungswall die atemberaubende Aussicht genießen, und die exzellenten Aperitifs und deliziösen Gerichte Gallipolis zu sich nehmen kann. Wenn man die Stadtmauer folgt, trifft man auf die zahlreichen Kirchen, die alle wegen ihrer schönen Fassaden und Innendekorationen besuchenswert sind. Unter den anderen Naturschönheiten der Region sticht die wunderschöne Insel von Sant’Andrea hervor, die heute ein Regional-Naturpark ist. Hier steht ein hoher Leuchtturm, der im 1866 erbaut wurde und heute immer noch in Betrieb ist. Wenn man sich in die kleinen Gassen und gewundenen Sträßchen begibt, entdeckt man eine große Anzahl von bewundernswerten Barockfassaden, Nobelhäusern und Hinterhöfen. Während des Sommers ist die Stadt ein sehr beliebtes Touristenziel für diejenigen, die von überall herkommen, um sich am kristallklaren Wasser, an der Natur, der Kunst, der Küche und den zahlreichen Clubs, Discos und Lokalen zu erfreuen.

Lecce

Lecce ist die Provinzstadt und das Kulturzentrum des Salentos. Die Stadt befindet sich 11 km von der Adria und 23 km vom Ionischen Meer entfernt. Die Hauptindustrie ist Landwirtschaft (Wein und Olivenöl), aber auch Keramik und Papiermaché. Lecce rühmt sich eines großen Erbes, was Kunst und Geschichte angeht und ist auch von beträchtlicher archäologischer Wichtigkeit. All die unterschiedlichen Völker, die sich hier ansiedelten, hinterließen auch ihre Spuren, zum Beispiel die Mauern der messapischen Stadt und die großen romanischen Werke, wie das Theater und das Amphitheater in Piazza Sant’Oronzo. In der ganzen Welt als Zentrum des Barockstils bekannt hat Lecce ein einmaliges Erscheinungsbild, die ihr den Spitznamen “Florenz des Südens” eingebracht hat. Der Stein von Lecce ist überall zu sehen, eine Art Kalkstein, der typisch für diese Region und leicht zu verarbeiten ist. Viele der alten Gebäude und Kirchen sind mit Friesen, Säulen, Spitztürmen und Fensterrosen aus diesem Stein verziert. Der Palazzo dei Celestini, die Santa Croce-Kirche, die Santa Chiara-Kirche und der Dom schaffen es, die kleine, helle Altstadt noch charmanter erscheinen zu lassen. Die Stadt ist eine Art Kultur-Workshop, der aus einer Anzahl von Museen und Kunstgalerien besteht, und sie ist auch Gastgeberin einer beachtenswerten Saison mit Opera und Theater in den beiden Stadttheatern Paisiello und Politeama Greco, die beide auch architektonische Juwelen sind. Lecce hat auch eine Universität, deren Studenten eine lebhafte Szene in den unterschiedlichen Treffpunkten finden, die nachts die Altstadt zum Leben erweckt.  

Otranto

Otranto befindet sich am südlichsten Punkt der Adria und am östlichsten Punkt der italienischen Halbinsel. Die Stadt schaut ostwärts auf die gleichnamige Meeresstraße und wird auch das “Tor zum Osten” genannt. Otranto hat eine lange Geschichte und hieß anfänglich Hidruntum, ein Name, der sich vom Fluss Idro ableitete. Otrantos strategische Lage an der Kreuzung zwischen Ost und West hat sie für viele Eroberer attraktiv gemacht: einmal waren es die Byzantiner, ein anderes Mal die Aragonier, (in der Tat wurde die imposante trapezförmige Burg mit ihren zylindrischen Türmen auf Wunsch von Ferdinando d’Aragona am Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut. Während des Sommers wird der Innenhof der Burg für Kultur- und Kunstevents benutzt). Im Jahr 1480 trug sich der traurigste Abschnitt der Geschichte Otrantos zu: der Überfall und Enthauptung von 800 Einwohnern durch die osmanischen Türken. Die Toten werden heutzutage als“Märtyrer von Otranto” geehrt und ihre Schädel werden noch im Dom aufbewahrt.  In den Zeiten der Normannen erbaut, die Basilika ist heute für den Mosaikboden bekannt, der einen Lebensbaum darstellt, und der wie ein Buch voller allegorischer Anspielung zu sein scheint. Ein Spaziergang durch die Altstadt, durch die freundlichen Gässchen, in den kleinen Geschäften und Werkstätten und den vielen anziehenden Gasthäusern, führt oft zu den Befestigungen, die einen atemberaubenden Blick auf den Hafen bieten.

Santa Cesarea Terme

Santa Cesarea Terme, die auf einer steinigen Klippe über dem Meer steht, ist heute eine der am besten ausgestatteten und wettbewerbsfähigsten Kurorte im Süden Italiens. Mit den schwefelhaltigen Wassern, die aus mit dem Meer verbundenen Höhlen hoch sprudeln, ist die Stadt einer der wichtigsten Standorte für therapeutische Wasser (www.termesantacesarea.it). Santa Cesarea Terme bedeutet nicht nur klare Gewässer und majestätische Pinien, das Stadtzentrum ist auch ganz bezaubernd. Die Madre del Sacro Cuore-Kirche aus dem 13. Jahrhundert wartet auf einen Besuch, sowie die glanzvollen Villen aus dem 19. Jahrhundert, die ursprünglich als Ferienunterkünfte für den Adel dienten. Der maurische Palazzo Sticchi ist einzigartig in der Umgebung. Die Schönheit der steinigen Klippen mit ihren Felssäulen und Höhlen wird durch den kleinen Strand von Porto Miggiano unterstrichen, wo ein gleichnamiger Turm aus dem 16. Jahrhundert steht. Teil der Umgebung dieser hinreißenden Stadt ist auch Teil des Naturparks Costa di Otranto - Santa Maria di Leuca e del bosco di Tricase.

Santa Maria di Leuca

Der südlichste Punkt von Apulien, Santa Maria de Leuca ist schon zu historischen Zeiten als Seestadt bekannt. Hier trafen sich Kreter, Phönizier und Griechen, wo die östlichen und westlichen Gewässer des Mittelmeers sich auch treffen. Das Zusammenkommen der unterschiedlichen Kulturen ist bei den herrlichen Villen immer noch zu sehen (davon gibt es mehr als 40 Stück), die allerlei Stilrichtungen aufweisen. Jedes Volk hat seine eigenen greifbaren Spuren hinterlassen: Höhlensiedlungen, Grabstätten, Grotten, Krypten, Kirchen, Burgen, grandiose Villen. Es handelt sich um eine schöne kleine Küstenstadt, deren Einkommen hauptsächlich durch Tourismus und Fischerei verdient wird, was im gut funktionierenden Touristen- und Fischerhafen ersichtlich ist. Die Stadt bietet unterschiedliche Unterhaltungsmöglichkeiten und Touristendienstleistungen an. Die Küste ist unter den schönsten und abwechslungsreichsten in Apulien und unterscheidet sich durch die große Anzahl von natürlichen Höhlen, die mal nach Osten, mal nach Westen schauen. Vom Sanktuarium von Santa Maria di Leuca oder “de Finibus Terrae” (das Ende der Erde) aus, das eine moderne Erscheinung hat und Resultat der vielen Angriffe durch Piraten über die Jahrhunderte ist, kann man auf das Treffen des Ionischen Meers und der Adria hinabblicken, auf den Hafen mit seinem interessanten Betrieb, und auch auf den Leuchtturm (von ca. 50 m Höhe), dessen Licht 27 Meilen weit weg noch zu sehen ist. Santa Maria di Leuca, wie auch ein Großteil der Küste des Salentos, ist Teil des regionalen Naturparks, der im Jahr 2006 eröffnet wurde.